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Schuld ist nur das Kältemittel
33 Betriebsjahre - Nordkirchen ging nicht den Leidensweg der Wärmepumpe.
Wenn eine Technik 33 Jahre tadellos funktioniert, hat sie mehr als ihren Dienst getan. Dieses biblische Alter gilt für eine Grundwasser-Wärmepumpe im westfälischen Nordkirchen. Die musste nun allerdings doch ausgetauscht werden, weil der Kältekreis leckte. Doch belegen die fast dreieinhalb Jahrzehnte Betrieb, dass es auch schon in den 70er-Jahren ausgereifte Technik dieser Art gab. Wie war das damals, wie ist es heute?
Zur Undichtigkeit ist zu sagen, da das verwendete Kältemittel R 22 auf der Verbotsliste steht, kommt keine Reparatur mehr infrage. Aber das neue Aggregat wird an die Tradition hoher Beständigkeit anknüpfen, davon darf der Eigentümer ausgehen.
Das war 1978: Das Installationsjahr des jetzt betagten Vorläufers auf dem Grundstück in Nordkirchen-Südkirchen lag genau zwischen den beiden Ölkrisen. Die bescherten der Wärmepumpen-Heizung eine erste, aber kurze Blütezeit. Bis dato galt sie als Exot, in den 60er- und frühen 70er-Jahren schauten die Haushalte weniger auf die Energiepreise, sondern ausschließlich auf die Kosten einer Anschaffung. Der niedrige Heizölpreis vor 1973 von umgerechnet 8 Cent/l animierte nicht zum geizigen Heizen und von einer möglichen Klimakatastrophe sprach noch niemand.
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